Haarausfall im Alltag ist physiologisch normal, wenn er im Rahmen des natürlichen Haarzyklus stattfindet – etwa 50–100 Haare pro Tag. Sinnvoll ist dieser Verlust, weil er Platz für neues Haarwachstum schafft und den Kreislauf von Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase aufrechterhält. Problematisch wird es, wenn die Ausfallrate dauerhaft über 100 Haare liegt, sichtbare lichte Stellen entstehen oder Begleitsymptome wie Juckreiz oder Schuppen auftreten. Dann kann eine medizinische Abklärung sinnvoll sein – etwa bei androgenetischer Alopezie, Eisenmangel oder Schilddrüsenstörungen. Consumer-Diagnostik wie DNA-Tests auf Haarausfall (z. B. AR-Gen) liefert oft nur schwache Assoziationen und keine klinische Handlungsanweisung. Die Evidenz für solche Gentests ist meist mechanistisch oder auf GWAS-Niveau, nicht ausreichend für Therapieentscheidungen. Ein Arztbesuch mit Blutbild und ggf. Trichoskopie ist zuverlässiger. MyBody-X-Tests sind nicht für die Diagnose oder Behandlung von Haarausfall ausgelegt.
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