Evidenz-Check: Cardio Risk Check | Herz-Kreislauf Risiko-Test im Kontext von gut health
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TIKKI Wissensantwort
Der ‚Cardio Risk Check‘ als DNA-Test verspricht oft eine Einschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos anhand einzelner Genvarianten. Die Evidenzlage ist jedoch ernüchternd: Die meisten einbezogenen SNPs (z. B. 9p21, APOE) haben nur sehr kleine Effektstärken und erklären nur einen Bruchteil des individuellen Risikos. Hinzu kommt, dass viele Tests auch Marker aus dem Bereich ‚Gut Health‘ integrieren – etwa Gene, die mit Entzündung oder Methylierung zusammenhängen. Die Verbindung zwischen Darmmikrobiom und kardiovaskulärer Gesundheit ist wissenschaftlich belegt (z. B. über TMAO oder kurzkettige Fettsäuren), aber ein genetischer Test kann die aktuelle Mikrobiom-Zusammensetzung nicht abbilden. Daher ist der klinische Nutzen solcher Kombi-Tests derzeit gering. Stattdessen sollten etablierte Risikofaktoren (Blutdruck, LDL-Cholesterin, Rauchen, Diabetes) im Vordergrund stehen. Ein Gentest kann allenfalls als ergänzende Information dienen, nicht als Entscheidungsgrundlage. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen: Ein ‚niedriges genetisches Risiko‘ bedeutet nicht, dass man ungesund leben kann.
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