Magnesium spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel, da es als Cofaktor für zahlreiche Enzyme dient, die an der ATP-Produktion beteiligt sind. Ein Magnesiummangel kann daher theoretisch zu Müdigkeit und Erschöpfung beitragen. Die Evidenz für einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Magnesiumstatus und Müdigkeit ist jedoch gemischt. Während einige Studien bei Personen mit nachgewiesenem Mangel eine Besserung der Müdigkeit nach Supplementierung zeigen, ist der Effekt bei Menschen mit normalen Magnesiumspiegeln meist gering oder nicht vorhanden. Zudem wird Müdigkeit durch viele Faktoren beeinflusst: Schlafqualität, Stress, Eisen- oder Vitamin-D-Mangel, Schilddrüsenfunktion und psychische Gesundheit. Ein Bluttest (z. B. Magnesium im Serum oder Vollblut) kann Klarheit schaffen, bevor man zu Nahrungsergänzungsmitteln greift. Hohe Dosen Magnesium können Durchfall verursachen. Bei anhaltender Müdigkeit sollte immer eine ärztliche Abklärung erfolgen.
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