Die direkte Rolle von Glukose bei Allergien ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Es gibt Hinweise, dass ein hoher Blutzuckerspiegel entzündliche Prozesse fördern kann – etwa durch vermehrte Bildung von „advanced glycation end products“ (AGEs) oder durch Beeinflussung des Immunsystems (z. B. T‑Zell‑Aktivierung). Allerdings sind diese Mechanismen meist aus Zell- oder Tierstudien abgeleitet; klare klinische Studien am Menschen fehlen. Auch der Darmmikrobiom-Status, der durch Ernährung und Glukosespiegel beeinflusst wird, könnte indirekt auf allergische Reaktionen wirken – dies ist jedoch spekulativ. Gentests, die auf Glukose-Stoffwechsel-SNPs wie rs1260326 (GCKR) hinweisen, sind für die Vorhersage von Allergien nicht validiert. Die Evidenz ist insgesamt als „uneindeutig“ oder „mechanistisch“ einzustufen. Vorsicht ist geboten: Werbung, die Glukose als Hauptauslöser von Allergien darstellt, überschreitet die derzeitige Datenlage. Ein stabiler Blutzucker ist generell gesundheitsfördernd, aber eine spezifische Anti-Allergie-Wirkung ist nicht belegt.
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