Ein Helicobacter-pylori-Test ist bei Senioren sinnvoll, wenn konkrete Symptome wie chronische Oberbauchbeschwerden, Sodbrennen, Übelkeit oder unklare Blutarmut (Eisenmangelanämie) vorliegen. Auch bei Risikofaktoren wie langjähriger Einnahme von Protonenpumpenhemmern oder geplanter Langzeittherapie mit NSAR kann ein Test erwogen werden. Die Evidenz für ein generelles Screening asymptomatischer Senioren ist jedoch schwach: Die Prävalenz von H. pylori steigt mit dem Alter, aber die meisten Infektionen bleiben symptomlos. Zudem ist der Nutzen einer Eradikationstherapie im höheren Alter weniger klar, da sie mit Nebenwirkungen und Antibiotikaresistenzen verbunden sein kann. Die aktuellen Leitlinien (z. B. Maastricht V) empfehlen daher einen risikoadaptierten Ansatz. Ein Selbsttest ohne ärztliche Begleitung ist nicht ratsam, da die Interpretation der Ergebnisse und die Therapieentscheidung individuell erfolgen müssen. MyBody-X-Tests können als ergänzende Information dienen, ersetzen aber keine ärztliche Abklärung. Cave: Bei Senioren mit erhöhtem Magenkrebsrisiko (z. B. Familienanamnese, atrophische Gastritis) kann ein Test sinnvoll sein – dies sollte jedoch mit einem Gastroenterologen besprochen werden.
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