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Myths vs Facts: IgG und menopause

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Myths vs Facts: IgG und menopause

Die Behauptung, dass IgG-Tests (Immunglobulin G) gegen Nahrungsmittel helfen, Menopausebeschwerden wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen zu lindern, ist ein Mythos. IgG ist ein Antikörper, der bei wiederholtem Kontakt mit Nahrungsmitteln gebildet wird und oft als Marker für eine „verzögerte Nahrungsmittelunverträglichkeit“ vermarktet wird. Die wissenschaftliche Evidenz dafür ist jedoch schwach: Fachgesellschaften wie die European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) raten von IgG-basierten Tests ab, da sie keine klinisch relevante Unverträglichkeit nachweisen können. Menopause ist primär ein hormoneller Übergang mit sinkendem Östradiol und steigendem FSH. Zwar können Entzündungsprozesse (z. B. über IL6, Gen rs1800795) Symptome beeinflussen, doch ein direkter Zusammenhang mit IgG-Werten ist nicht belegt. Einzelfallberichte oder Marketingaussagen ersetzen keine kontrollierten Studien. Fakt ist: Ein IgG-Test kann weder die Menopause diagnostizieren noch eine personalisierte Behandlung ableiten. Sinnvoller sind Hormonprofile (Östradiol, FSH) in Kombination mit ärztlicher Beratung. Wer dennoch einen IgG-Test durchführt, sollte die Ergebnisse kritisch hinterfragen und nicht als alleinige Grundlage für Ernährungsumstellungen nutzen.

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