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Häufige Fehler bei CRP Genetik

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Häufige Fehler bei CRP Genetik

Ein häufiger Fehler bei der Interpretation der CRP-Genetik ist die Annahme, dass genetische Varianten im CRP-Gen direkt das kardiovaskuläre Risiko bestimmen. Tatsächlich beeinflussen diese Varianten nur die basalen CRP-Spiegel, nicht aber die akute Entzündungsreaktion. CRP ist ein Akute-Phase-Protein, das bei Infektionen, Gewebeschäden oder chronischen Entzündungen stark ansteigt – unabhängig von der Genetik. Viele Consumer-DNA-Tests listen CRP-SNPs wie rs1205 oder rs3091244, aber die Effektstärken sind klein (oft <0,2 mg/L pro Allel). Ein weiterer Fehler ist die Verwechslung von genetisch bedingtem CRP mit dem tatsächlichen Entzündungsstatus: Ein Mensch mit genetisch niedrigem CRP kann dennoch erhöhte Werte durch Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Adipositas oder Schlafmangel haben. Zudem wird oft übersehen, dass CRP-Messungen im Blut stark variieren können (z.B. durch Tageszeit, Infektionen). Die Genetik liefert lediglich eine grobe Orientierung, keine Diagnose. Klinisch relevant ist vor allem das hochsensitive CRP (hs-CRP) zur Risikostratifizierung, nicht die reine Genotypisierung. Wer seine CRP-Werte optimieren möchte, sollte auf entzündungshemmende Ernährung, Bewegung und Stressreduktion setzen – nicht auf vermeintliche ‚CRP-Gene‘.

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