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Wie hängen MTHFR und Sport zusammen?

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Wie hängen MTHFR und Sport zusammen?

MTHFR (Methylentetrahydrofolat-Reduktase) ist ein Enzym, das eine Schlüsselrolle im Folsäurestoffwechsel und der Homocystein-Regulation spielt. Bestimmte genetische Varianten (v. a. C677T, rs1801133) können die Enzymaktivität reduzieren und zu erhöhten Homocysteinspiegeln führen. Im Sportkontext wird diskutiert, ob erhöhtes Homocystein die Gefäßfunktion, Sauerstoffversorgung und Regeneration beeinträchtigen könnte – etwa durch oxidativen Stress oder endotheliale Dysfunktion. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen MTHFR-Varianten und einer geringeren Ausdauerleistung oder einem erhöhten Verletzungsrisiko (z. B. Knochenstressfrakturen) hin. Die Evidenz ist jedoch überwiegend mechanistisch oder stammt aus kleinen Kohorten; große, kontrollierte Studien fehlen. Zudem wird der Effekt durch Folsäure- und B-Vitamin-Status moduliert, sodass eine alleinige Genotypisierung ohne Blutwerte wenig aussagekräftig ist. Für die Sportpraxis bedeutet das: MTHFR ist kein „Leistungsgen“. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Folat (z. B. aus grünem Blattgemüse) kann die Homocysteinbelastung senken, unabhängig vom Genotyp. Wer ernsthafte Leistungseinbußen oder häufige Verletzungen beobachtet, sollte eher andere Faktoren (Trainingssteuerung, Regeneration, Nährstoffstatus) prüfen, bevor er genetische Ursachen vermutet. Zusammenfassend: Der Zusammenhang zwischen MTHFR und Sport ist biologisch plausibel, aber klinisch schwach belegt.

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