Beim Check des Ballaststoffkonsums oder der -verwertung werden häufig Fehler gemacht. Viele verlassen sich auf DNA-Tests, die Varianten in Genen wie TAS1R2 oder FTO anzeigen – die Evidenz für eine direkte Wirkung auf die Ballaststoffaufnahme ist jedoch meist mechanistisch oder schwach. Ein häufiger Fehler ist, nur auf die Gesamtmenge zu achten, ohne zwischen löslichen und unlöslichen Ballaststoffen zu unterscheiden. Auch die Darmmikrobiota spielt eine entscheidende Rolle: Ohne eine ausreichende Vielfalt an Bakterien können Ballaststoffe nicht optimal fermentiert werden. Ein Mikrobiom-Test kann hier Hinweise geben, aber die Interpretation ist oft komplex. Zudem wird übersehen, dass eine abrupte Steigerung der Ballaststoffzufuhr zu Blähungen und Unwohlsein führen kann. Die beste Strategie ist eine schrittweise Erhöhung mit viel Flüssigkeit. Ein Bluttest auf kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) ist noch kein Standard. Fazit: Kombiniere Ernährungsprotokoll, Mikrobiom-Analyse (mit Vorsicht) und ärztliche Beratung – nicht nur einen einzelnen Gentest.
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