Die Frage nach der richtigen Eisenmenge bei Haarausfall ist komplex, da ein Zusammenhang zwischen Eisenmangel und bestimmten Haarausfallformen (z. B. telogenes Effluvium) in Studien belegt ist, jedoch nicht für alle Arten. Ein reiner Eisenmangel ohne Anämie kann bereits zu vermehrtem Haarausfall führen. Als Richtwert gilt ein Serum-Ferritin von mindestens 40–70 ng/ml für optimales Haarwachstum, wobei die individuelle Ursache immer ärztlich abgeklärt werden sollte. Eine Eisensupplementation ohne vorherige Labordiagnostik (Ferritin, Transferrinsättigung, Hämoglobin) ist nicht empfehlenswert, da ein Eisenüberschuss (Hämochromatose) ebenfalls schädlich ist. Die Evidenzlage ist moderat: Es gibt humane Beobachtungsstudien und Reviews, aber keine großen randomisierten kontrollierten Studien, die eine generelle Eisengabe bei Haarausfall belegen. Bei nachgewiesenem Mangel kann eine Supplementierung unter ärztlicher Aufsicht sinnvoll sein. Die Dosierung richtet sich nach dem Schweregrad des Mangels (z. B. 50–100 mg elementares Eisen pro Tag). Wichtig: Eisen sollte nicht ohne Kontrolle eingenommen werden, da es zu oxidativem Stress und Magen-Darm-Beschwerden kommen kann.
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