Die Beziehung zwischen TSH (Thyreoidea-stimulierendem Hormon) und Langlebigkeit ist komplex und nicht eindeutig geklärt. TSH reguliert die Schilddrüsenfunktion; sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion sind mit erhöhter Mortalität assoziiert. Einige Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass leicht erhöhte TSH-Werte im oberen Normbereich bei älteren Menschen mit einer geringeren Sterblichkeit einhergehen könnten – möglicherweise aufgrund eines reduzierten Stoffwechselumsatzes. Allerdings widersprechen andere Studien diesem Zusammenhang. Die Evidenz basiert überwiegend auf epidemiologischen Daten, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Direkt-to-Consumer-Tests wie MyBody-X messen TSH als Biomarker, können aber keine individuelle Langlebigkeitsprognose liefern. Wichtig: Abnorme TSH-Werte bedürfen stets einer ärztlichen Abklärung, da unbehandelte Schilddrüsenerkrankungen ernste gesundheitliche Folgen haben. Die Nutzung solcher Tests ersetzt keine klinische Diagnostik.
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