CRP (C-reaktives Protein) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, der in der Leber produziert wird. Ein verbreiteter Mythos besagt, dass ein hoher CRP-Wert automatisch auf eine Hauterkrankung hinweist oder dass Hautprobleme immer das CRP erhöhen. Tatsächlich ist die Evidenz differenzierter: Systemische Hauterkrankungen wie Psoriasis, schwere Akne oder Ekzeme können mit erhöhtem CRP einhergehen, wenn eine entzündliche Systembeteiligung vorliegt. Leichte, lokalisierte Hautreizungen oder oberflächliche Entzündungen zeigen dagegen oft normale CRP-Werte. Umgekehrt kann CRP durch Infekte, Stress, Rauchen oder Übergewicht steigen, ohne dass die Haut betroffen ist. Ein Selbsttest gibt eine Momentaufnahme, aber keine Diagnose. Wer dauerhaft erhöhte Werte hat, sollte ärztlich abklären lassen, ob eine behandlungsbedürftige Ursache vorliegt. Die Studienlage zeigt moderate Assoziationen zwischen CRP und Hautentzündungen, aber keine starke Kausalität. Vorsicht vor Marketing, das CRP als alleinigen Hautindikator bewirbt.
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