APOE (Apolipoprotein E) ist vor allem für seine Rolle im Fettstoffwechsel und als Risikofaktor für Alzheimer bekannt. Ein direkter, klinisch relevanter Zusammenhang mit Allergien ist nicht etabliert. Es gibt vereinzelte mechanistische Hinweise, dass APOE-Varianten (ε2, ε3, ε4) die Immunregulation beeinflussen könnten – etwa über die Modulation von Entzündungsreaktionen oder die Interaktion mit Histamin. Einige Studien fanden Assoziationen zwischen APOE ε4 und einem erhöhten Risiko für Asthma oder atopische Dermatitis, jedoch sind die Effektstärken klein und die Ergebnisse inkonsistent. Die Evidenz reicht nicht aus, um APOE als prädiktiven Marker für Allergien zu empfehlen. Ein Gentest auf APOE liefert daher für Allergiefragen keine klinisch verwertbare Aussage. Umweltfaktoren, Ernährung und das Mikrobiom spielen eine weitaus größere Rolle. Wer Allergien abklären möchte, sollte auf validierte IgE-Tests und ärztliche Diagnostik setzen.
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