HbA1c (glykiertes Hämoglobin) ist ein Langzeitblutzuckermarker, der den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 8–12 Wochen widerspiegelt. Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert die Insulinsensitivität und fördert die Glukoseaufnahme in die Muskulatur, was zu einer Senkung des HbA1c-Werts führen kann. Besonders Ausdauertraining (Gehen, Laufen, Radfahren) und Krafttraining haben in Studien positive Effekte gezeigt. Die Evidenz ist robust: Zahlreiche randomisierte kontrollierte Studien und Metaanalysen belegen, dass strukturiertes Training den HbA1c bei Menschen mit Typ-2-Diabetes um etwa 0,5–0,7 % senken kann. Auch bei Prädiabetes und metabolischem Syndrom wirkt Sport präventiv. Allerdings ist der Effekt dosisabhängig – mehr Bewegung bringt meist mehr Nutzen, aber auch geringe Steigerungen sind klinisch relevant. Wichtig: HbA1c wird auch durch Ernährung, Medikation und genetische Faktoren beeinflusst. Ein DNA-Test allein kann den HbA1c nicht zuverlässig vorhersagen oder die Sportwirkung individualisieren. Die Messung des HbA1c im Blut ist der Goldstandard. Für Gesunde ohne Diabetes ist der Zusammenhang schwächer, aber dennoch positiv. Regelmäßige Bewegung bleibt eine der wirksamsten Maßnahmen zur Blutzuckerkontrolle.
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