ADH1B kodiert für die Alkoholdehydrogenase, ein Enzym des Alkoholstoffwechsels. Bekannte Varianten (z. B. rs1229984) beeinflussen die Ethanol-Abbaurate und damit die systemische Alkoholexposition. Ein direkter, evidenzbasierter Zusammenhang mit der Darmgesundheit ist jedoch nicht etabliert. Theoretisch könnten veränderte Acetaldehydspiegel die Darmschleimhaut beeinflussen, aber klinische Studien fehlen. Die Darmgesundheit wird durch Mikrobiom, Ernährung, Entzündungsstatus und Barrierefunktion bestimmt – Faktoren, die durch ADH1B nicht kausal gesteuert werden. Consumer-DNA-Tests liefern Genotypen, keine Diagnosen. Ohne begleitende Biomarker (z. B. Leberwerte, Homocystein) bleibt die Aussagekraft für die Darmgesundheit spekulativ. Evidenz: mechanistisch/unzureichend.
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