Bei Eisenmangel ist eine eisenreiche Ernährung sinnvoll, aber oft nicht ausreichend, um einen klinischen Mangel zu beheben. Tierische Quellen wie rotes Fleisch, Leber und Blutwurst liefern Hämeisen, das der Körper besonders gut aufnimmt. Pflanzliche Quellen wie Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen), Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold) enthalten Nicht-Hämeisen, dessen Bioverfügbarkeit geringer ist. Vitamin C (z. B. aus Zitrusfrüchten, Paprika) verbessert die Aufnahme von Nicht-Hämeisen, während Kaffee, Tee und Milchprodukte sie hemmen. Allerdings: Ein manifester Eisenmangel mit niedrigen Ferritinwerten oder Anämie lässt sich durch Ernährung allein meist nicht beheben – hier sind orale Eisenpräparate (z. B. Eisen(II)-sulfat) nach ärztlicher Absprache nötig. Die Ursache des Mangels (z. B. Blutverlust, Resorptionsstörung) sollte ebenfalls abgeklärt werden. Die Evidenz für Ernährungsempfehlungen bei Eisenmangel beruht auf physiologischen Grundlagen und klinischer Praxis, nicht auf randomisierten Studien aus dem vorliegenden Kontext. Vorsicht vor Überdosierung: Eisen kann toxisch wirken. Ein Bluttest vor Supplementierung ist ratsam.
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