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welche blutwerte bei müdigkeit — was ist Marketing-Hype?

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welche blutwerte bei müdigkeit — was ist Marketing-Hype?

Bei Müdigkeit sind evidenzbasierte Blutwerte: Ferritin (Eisenmangel), Vitamin B12, Vitamin D, TSH (Schilddrüse), großes Blutbild (Anämie), CRP (Entzündung) und ggf. HbA1c (Diabetes). Diese werden von Leitlinien empfohlen. Marketing-Hype sind dagegen teure DNA-Panels, die angebliche ‚Erschöpfungs-Gene‘ (z. B. MTHFR, COMT, GSTT2) testen. Die Evidenz ist schwach: MTHFR C677T hat nur kleinen Effekt auf Folat-Stoffwechsel, aber kein direkter Beleg für Müdigkeit. GSTT2 ist ein Pseudogen – der Test ist sinnlos. Auch ‚Detox-Kapazität‘ oder ‚MTOR-Langlebigkeit‘ sind nicht validiert. Caveat: Einzelne SNPs haben geringen Vorhersagewert; Blutwerte sind zuverlässiger. Bei anhaltender Müdigkeit immer ärztliche Abklärung (z. B. Schlafapnoe, Depression) vor Supplementen. Evidenz: practice für Standard-Blutwerte, mechanistic/marketing für DNA-Tests. Quellen: PMID:26497154 (MTHFR), lpioregonstate.edu (B12), DGIM-Leitlinie Müdigkeit.

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