Häufige Fragen zur richtigen Ernährung drehen sich oft um personalisierte DNA-Tests, doch die Evidenz ist gemischt. Starke Belege gibt es für den Verzicht auf Alkohol (Mendelian-Randomization-Studien zeigen kausale Zusammenhänge mit Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, PMCID:PMC11578756) und für Vorsicht bei hochdosiertem Vitamin E (EFSA 2024 setzt für Kinder niedrigere tolerierbare Höchstmengen an; hohe Dosen ≥400 IE sind in Studien mit erhöhter Mortalität assoziiert). Für Genvarianten wie FADS, APOA2 oder PPARA, die in Verbrauchertests beworben werden, ist die Evidenz dagegen schwach oder marketinggetrieben. Die Effekte sind klein, kontextabhängig und für Kinder nicht validiert. Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkorn und gesunden Fetten bleibt der wichtigste Hebel. Supplemente sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden. Zusammenfassend: Verlassen Sie sich nicht auf einzelne Gen-SNPs für Ernährungsentscheidungen, sondern auf allgemein anerkannte Ernährungsrichtlinien und ärztliche Beratung.
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