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wie testet man eine glutenunverträglichkeit — was ist Marketing-Hype?

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wie testet man eine glutenunverträglichkeit — was ist Marketing-Hype?

Die Diagnose einer Glutenunverträglichkeit erfordert eine klare Unterscheidung zwischen Zöliakie (Autoimmunerkrankung) und einer Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS). Für Zöliakie gibt es validierte Tests: zuerst IgA-Antikörper gegen Gewebetransglutaminase (tTG-IgA) im Blut, bei positivem Ergebnis eine Dünndarmbiopsie (human-strong, PMID: 30840663). NCGS hingegen hat keinen spezifischen Biomarker; die Diagnose stützt sich auf Ausschlussverfahren und placebokontrollierte Provokation. Viele kommerzielle Tests (z. B. IgG4-Bestimmungen, Stuhltests, genetische Tests auf HLA-DQ2/DQ8) werden als „Glutenunverträglichkeitstest“ vermarktet, sind aber nicht ausreichend belegt. Die HLA-Typisierung kann nur ein Risiko für Zöliakie anzeigen, nicht aber eine NCGS. Marketing-Hype liegt vor, wenn Tests ohne ärztliche Indikation als „Alles-klar“- oder „Sofort-Diät“-Lösung beworben werden. Evidenz: human-strong für Zöliakie-Diagnostik, marketing/unclear für NCGS-Tests. Caveat: Selbsttests ohne ärztliche Begleitung können zu unnötigen Diäten oder verzögerter Diagnose führen.

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