Was steht hinter dem Thema gewichtszunahme trotz kaloriendefizit?
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TIKKI Wissensantwort
Das Phänomen der Gewichtszunahme trotz Kaloriendefizit ist komplex und wird oft missverstanden. Ein echtes Kaloriendefizit führt physiologisch zu Gewichtsverlust, aber viele Faktoren können die Bilanz verzerren: ungenaue Kalorienzählung (Portionsgrößen, versteckte Kalorien in Getränken oder Soßen), Wassereinlagerungen (durch Salz, Kohlenhydrate, Hormonzyklus oder Entzündungen), sowie eine verlangsamte Stoffwechselrate durch langfristige Diäten (metabolische Adaptation). Auch die Darmflora beeinflusst die Kalorienextraktion aus Nahrung – eine Dysbiose kann die Energieausbeute erhöhen. Genetische Varianten (z. B. in FTO, PPARG, MC4R) haben kleine Effekte auf Appetitregulation und Fettverbrennung, erklären aber keine großen Abweichungen. Entzündungsmarker wie hsCRP können auf eine chronische Entzündung hinweisen, die den Stoffwechsel beeinträchtigt. Wichtig: Ein ‚Kaloriendefizit‘ ist nur dann wirksam, wenn es tatsächlich eingehalten wird – viele Menschen überschätzen ihren Verbrauch und unterschätzen die Aufnahme. Medizinische Ursachen (Schilddrüsenunterfunktion, Insulinresistenz, Medikamente) sollten ärztlich abgeklärt werden. Die Evidenz für genetische Tests in diesem Bereich ist schwach; Blut- und Stuhltests liefern oft relevantere Hinweise.
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