Ein Hormoncheck für Männer wird oft mit Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht, aber es gibt viele Mythen. Fakt ist: Ein Hormonprofil (Testosteron, LH, FSH, Prolaktin, Östradiol) kann Hinweise auf Störungen der Hodenfunktion oder der Hypothalamus-Hypophysen-Achse geben. Allerdings ist ein Hormoncheck allein kein vollständiger Fruchtbarkeitstest. Der Goldstandard ist das Spermiogramm. Mythos: „Niedriges Testosteron bedeutet automatisch Unfruchtbarkeit.“ – Falsch. Viele Männer mit niedrigem Testosteron haben normale Spermienproduktion. Mythos: „Mehr Testosteron steigert die Fruchtbarkeit.“ – Eher das Gegenteil: Exogenes Testosteron (z. B. Anabolika) unterdrückt die körpereigene Spermienproduktion. Auch ein erhöhtes FSH kann auf eine Schädigung der Hodenkanälchen hinweisen. Die Aussagekraft von Consumer-DNA-Tests für Hormonwerte ist begrenzt; sie messen keine aktuellen Spiegel, sondern genetische Veranlagungen. Ein klinischer Hormoncheck sollte immer von einem Arzt interpretiert werden, idealerweise mit Spermiogramm und körperlicher Untersuchung. Evidenz: gut belegt in der Andrologie, aber nicht aus dem bereitgestellten Kontext.
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