Die Frage, ob ‚Skincare-DNA‘-Tests in den Wechseljahren helfen können, ist wissenschaftlich schwach belegt. Die meisten kommerziellen Tests analysieren SNPs, die mit Kollagenabbau, antioxidativer Kapazität oder Entzündungsneigung in Verbindung gebracht werden – jedoch basieren diese Zusammenhänge oft auf kleinen GWAS-Studien mit geringen Effektstärken. Menopause ist primär ein hormonelles Ereignis (Östrogenabfall), das Hautalterung, Trockenheit und Elastizitätsverlust fördert. Bisher gibt es keine robusten klinischen Studien, die zeigen, dass die Kenntnis einzelner Haut-Genotypen die Behandlung der menopausalen Haut verbessert. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch oder marketinggetrieben. Sinnvoller sind evidenzbasierte Maßnahmen: Feuchtigkeitspflege, Sonnenschutz, ggf. Hormonersatztherapie nach ärztlicher Beratung. Ein DNA-Test kann allenfalls als ergänzende Information dienen, sollte aber nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage für teure ‚personalisiertes Skincare‘-Produkte verwendet werden.
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