Ein Vitamin- und Mineralstofftest (z. B. als DNA-Test) kann Hinweise auf genetische Varianten geben, die den Bedarf oder Stoffwechsel einzelner Nährstoffe beeinflussen – etwa bei Vitamin D, B12, Folsäure oder Eisen. Die Evidenz ist jedoch gemischt: Für einige Marker (z. B. MTHFR, VDR) gibt es mechanistische und teils populationsbasierte Studien, aber die Übertragbarkeit auf den individuellen Supplementbedarf ist meist unzureichend belegt. Ein reiner Gentest ersetzt keine Blutanalyse (Serumspiegel) und keine ärztliche Diagnose. Viele Faktoren wie Ernährung, Darmgesundheit, Medikamente und Lebensstil sind entscheidend. Die Aussagekraft solcher Tests ist daher oft limitiert – sie können als Orientierung dienen, aber nicht als alleinige Grundlage für Supplementierung. Bei Mangelverdacht ist ein ärztlicher Bluttest der Goldstandard.
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