BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) ist ein Schlüsselprotein für neuronale Plastizität, Gedächtnis und Stimmung. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was die BDNF-Expression negativ beeinflussen kann – tierexperimentelle und einige Humanstudien zeigen niedrigere BDNF-Spiegel bei postmenopausalen Frauen, assoziiert mit kognitiven Einbußen und depressiver Verstimmung. Allerdings ist die Evidenzlage heterogen: Nicht alle Studien bestätigen einen signifikanten Abfall, und die individuelle Variabilität ist groß. Ein kommerzieller BDNF-Test (Blut oder Speichel) kann einen Momentanwert liefern, aber keine Diagnose oder Prognose für Wechseljahresbeschwerden. Die Messung unterliegt zudem tageszeitlichen Schwankungen und wird durch Bewegung, Ernährung und Stress beeinflusst. Der klinische Nutzen ist daher begrenzt. Statt isolierter BDNF-Bestimmung sind etablierte Verfahren wie Hormonstatus, kognitive Tests oder Stimmungsfragebögen aussagekräftiger. Evidenz: human-moderate (Assoziationsstudien, aber keine randomisierten Interventionsstudien, die BDNF-Messung als Entscheidungshilfe belegen).
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