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Evidenz-Check: MTHFR im Kontext von Sport

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Evidenz-Check: MTHFR im Kontext von Sport

MTHFR-Varianten (z. B. C677T) werden oft mit Sport in Verbindung gebracht, da sie den Folat- und Homocystein-Stoffwechsel beeinflussen. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang mit Ausdauerleistung, Regeneration oder Verletzungsrisiko hin, die Effekte sind jedoch klein (<5 % Varianz) und inkonsistent. Die Evidenz basiert überwiegend auf Beobachtungs- und GWAS-Studien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Zudem sind die Ergebnisse populationsabhängig (z. B. stärkere Effekte bei Kaukasiern). Ein Gentest allein kann keine Trainings- oder Ernährungsempfehlung geben; Faktoren wie Trainingszustand, Ernährung und Schlaf dominieren. Vorsicht vor überzogenen Marketingversprechen: MTHFR ist kein „Sport-Gen“. Für Sportler relevante Biomarker (z. B. Homocystein) sollten direkt gemessen werden, nicht nur genetisch abgeleitet. Fazit: Evidenz schwach bis moderat, klinische Relevanz unklar.

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