Der Omega-3-Index (Anteil von EPA und DHA an den Erythrozytenmembranen) gilt als Biomarker für die langfristige Omega-3-Versorgung. Epidemiologische Studien zeigen einen inversen Zusammenhang mit kardiovaskulärer Mortalität und Gesamtsterblichkeit. Allerdings ist die Evidenz für eine direkte kausale Wirkung auf die Lebensspanne moderat: Randomisierte kontrollierte Studien mit Omega-3-Supplementation zeigen gemischte Ergebnisse, und der Nutzen scheint von der Ausgangslage abhängig zu sein. Genetische Faktoren wie FADS1-Varianten beeinflussen die endogene Umwandlung von ALA in EPA/DHA, was den Omega-3-Index modulieren kann. Consumer-Tests überschätzen oft die klinische Relevanz einzelner SNPs. Ein hoher Omega-3-Index ist ein günstiger Risikomarker, aber kein Garant für Langlebigkeit. Lebensstilfaktoren (Ernährung, Bewegung, Stressmanagement) haben einen größeren Einfluss. Caveat: Die Evidenz stammt überwiegend aus Beobachtungsstudien; Kausalität ist nicht gesichert.
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