Ein APOE-Test gibt Hinweise auf das Risiko für Alzheimer (ε4-Variante) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ist aber kein Diagnosewerkzeug. Die Aussagekraft ist begrenzt: Selbst zwei ε4-Kopien erhöhen das Risiko, führen aber nicht zwangsläufig zur Erkrankung. Umgekehrt schützt ε2 nicht vollständig. Die Testergebnisse können psychische Belastung auslösen, ohne dass es gesicherte Präventionsmaßnahmen gibt. Zudem besteht die Gefahr von Diskriminierung (z. B. Versicherungen). Die Evidenz stammt aus großen GWAS und epidemiologischen Studien, aber die klinische Nützlichkeit für Gesunde ist umstritten. Ohne familiäre Belastung oder ärztliche Beratung ist der Test für die breite Bevölkerung nicht empfohlen. Die Grenzen liegen in der geringen Vorhersagekraft auf individueller Ebene und fehlenden Interventionsstudien.
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