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Ist LCT bei longevity sinnvoll?

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Ist LCT bei longevity sinnvoll?

Die Frage, ob das LCT-Gen (Laktase-Persistenz) für die Langlebigkeit relevant ist, lässt sich aus der aktuellen wissenschaftlichen Evidenz nicht klar bejahen. LCT bestimmt die Fähigkeit, Laktose im Erwachsenenalter zu verdauen – ein Merkmal, das vor allem in Bevölkerungsgruppen mit historischer Milchwirtschaft verbreitet ist. Ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen LCT-Varianten und Lebensverlängerung ist nicht belegt. Indirekte Effekte wären denkbar: Laktoseintoleranz kann zu reduzierter Calcium- und Vitamin-D-Aufnahme führen, was langfristig das Risiko für Osteoporose und möglicherweise für bestimmte Krebserkrankungen beeinflussen könnte. Allerdings sind diese Assoziationen schwach und durch viele andere Faktoren (Ernährung, Lebensstil, Genetik) überlagert. In der Langlebigkeitsforschung stehen Gene wie MTOR (mTOR-Signalweg), FOXO3, SIRT1 oder APOE im Vordergrund – nicht LCT. Kommerzielle DNA-Tests, die LCT als „Longevity-Marker“ bewerben, übertreiben meist die Evidenz. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit oder ohne Milchprodukte ist für die Lebensspanne weitaus entscheidender als die Laktase-Persistenz allein. Fazit: LCT ist kein relevanter Biomarker für Longevity; die Evidenz ist indirekt und spekulativ.

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