Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das für die Spermienbildung, die Schilddrüsenfunktion und den antioxidativen Schutz wichtig ist – alles Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinflussen können. Die Studienlage ist jedoch uneinheitlich: Während ein Selenmangel nachteilig wirken kann, gibt es keine robusten Belege dafür, dass eine Selensupplementierung bei normaler Versorgung die Fruchtbarkeit verbessert. Einige Beobachtungsstudien deuten auf einen Zusammenhang zwischen niedrigen Selenwerten und männlicher Subfertilität hin, aber randomisierte kontrollierte Studien fehlen weitgehend. Zudem ist eine Überdosierung von Selen toxisch (Selenose). Consumer-DNA- oder Labortests, die Selen im Blut oder Haar messen, können einen Mangel anzeigen, aber die Referenzbereiche für Fruchtbarkeit sind nicht klar definiert. Die Evidenz ist daher als 'unclear' einzustufen, da sie auf mechanistischen und populationsbasierten Daten beruht, nicht auf hochwertigen klinischen Studien. Vorsicht: Ohne ärztliche Abklärung sollte keine hochdosierte Selensupplementierung erfolgen.
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