Ein MyBody-X Gluten-Test (DNA-basiert) prüft in der Regel die HLA-DQ2/DQ8-Genotypen, die stark mit Zöliakie assoziiert sind. Fehlen diese Risikoallele, ist eine Zöliakie extrem unwahrscheinlich (negativ prädiktiver Wert >99 %). Allerdings sagt ein positiver Befund keine Erkrankung voraus – nur etwa 3 % der Risikoträger entwickeln tatsächlich Zöliakie. Für eine nicht-zöliakische Glutensensitivität (NCGS) gibt es keine validierten genetischen Marker; die Diagnose erfolgt über Ausschluss und Diät. Der Test kann also eine Zöliakie weitgehend ausschließen, aber keine ‚Glutenunverträglichkeit‘ bestätigen. Vorsicht vor überinterpretierten Ergebnissen: Viele Anbieter vermarkten Gluten-Gentests als ‚Allergie-Check‘, was irreführend ist. Bei Symptomen wie Blähungen, Durchfall oder Müdigkeit nach Glutenkonsum sollte ein Arzt eine Zöliakie-Diagnostik (inkl. Antikörper und Dünndarmbiopsie) einleiten, bevor eine glutenfreie Diät begonnen wird. Der MyBody-X Test kann als Screening dienen, ersetzt aber keine klinische Abklärung. Evidenz: human-strong für Zöliakie-Risiko, mechanistic/unclear für NCGS.
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