Als Elternteil ständig müde zu sein, ist sehr verbreitet und meistens auf Schlafmangel, Stress und die Doppelbelastung durch Beruf und Familie zurückzuführen. Bevor man an Gene oder teure Selbsttests denkt, sollte man die offensichtlichen Lebensstilfaktoren prüfen: Schlafqualität, Koffeinkonsum, Bewegung und Ernährung. Medizinische Ursachen wie Schilddrüsenunterfunktion, Eisenmangel oder Schlafapnoe sind ebenfalls häufig und werden durch einen einfachen Bluttest beim Hausarzt abgeklärt. DNA-Tests (z. B. MTHFR) werden oft mit Müdigkeit in Verbindung gebracht, aber die Evidenz ist schwach: Die meisten Träger haben normale Homocysteinwerte, wenn die Folatversorgung stimmt. Auch Mikrobiom-Tests versprechen oft zu viel – sie sind nicht diagnostisch und können keine Erschöpfung erklären. Mein Rat: Konzentrieren Sie sich auf die Basics – Schlafhygiene, Stressmanagement, ausgewogene Ernährung – und suchen Sie ärztlichen Rat, bevor Sie in Gentests investieren. Die Wissenschaft stützt keine einfache genetische Erklärung für Müdigkeit bei Eltern.
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