Die Messung der Triglyceride kann bei Frauen in bestimmten klinischen Situationen sinnvoll sein, insbesondere zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos. Erhöhte Nüchtern-Triglyceride (>1,7 mmol/l) sind ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem bei Frauen mit metabolischem Syndrom, Diabetes mellitus, Adipositas oder positiver Familienanamnese. Auch bei einer Fettstoffwechselstörung oder zur Therapiekontrolle (z. B. unter Statinen oder Fibraten) ist der Wert relevant. Allerdings ist die Evidenz für eine isolierte Triglycerid-Senkung ohne begleitende LDL-C-Erhöhung schwächer. Wichtig: MyBody-X bietet keinen Triglycerid-Test an; die Bestimmung erfolgt im klinischen Labor (nüchtern). Zudem sind nicht-nüchterne Triglyceride oft nur eingeschränkt aussagekräftig. Bei Frauen in der Postmenopause steigt das Risiko für erhöhte Triglyceride, sodass eine Kontrolle ab 45–50 Jahren im Rahmen eines Lipidprofils empfohlen werden kann. Caveat: Einzelne Messungen können durch Ernährung, Alkohol oder Medikamente verfälscht sein. Die klinische Entscheidung sollte immer im Gesamtkontext (LDL, HDL, Non-HDL, Taillenumfang, Blutdruck) getroffen werden.
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