tTG-IgA (Gewebetransglutaminase-Antikörper der IgA-Klasse) ist der primäre serologische Marker für Zöliakie, eine autoimmune Erkrankung, die durch Gluten ausgelöst wird. Müdigkeit gehört zu den häufigsten extraintestinalen Symptomen der Zöliakie – sie kann durch Malabsorption (Eisen-, Vitamin-B12- oder Folsäuremangel), chronische Entzündung oder Begleiterkrankungen wie Schilddrüsenstörungen entstehen. Ein erhöhter tTG-IgA-Wert weist auf eine aktive Immunreaktion gegen Gluten hin; bei Bestätigung durch Dünndarmbiopsie und Besserung unter glutenfreier Diät ist der Zusammenhang mit Müdigkeit klinisch gut belegt. Allerdings ist Müdigkeit unspezifisch: Ein negativer tTG-IgA schließt Zöliakie nicht völlig aus, insbesondere bei IgA-Mangel (ca. 2–5 % der Zöliakie-Patienten). In solchen Fällen sollten tTG-IgG oder DGP-IgG gemessen werden. Heimtests liefern Hinweise, ersetzen aber keine ärztliche Diagnose. Die Evidenz für den Zusammenhang zwischen tTG-IgA und Müdigkeit ist stark, da Zöliakie eine anerkannte Ursache für Fatigue ist. Dennoch sollte Müdigkeit immer multikausal betrachtet werden – auch andere Faktoren wie Schlaf, Stress oder Nährstoffmängel sind relevant.
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