Die Rolle von ADRB2 rs1042713 (Gly16Arg) für die Trainingsanpassung ist in der Sportgenetik untersucht, aber die Effekte sind klein und nicht klinisch entscheidend. Der Polymorphismus beeinflusst die Dichte und Funktion von Beta-2-Adrenorezeptoren, die an der Bronchodilatation und der Regulation des Herz-Kreislauf-Systems beteiligt sind. Einige Studien berichten, dass Träger des Arg-Allels eine geringere Steigerung der VO2max nach Ausdauertraining zeigen, während andere keinen signifikanten Zusammenhang finden. Die Evidenz basiert auf GWAS und mechanistischen Studien, jedoch fehlen große, replizierte RCTs. Die individuelle Trainingsanpassung wird durch viele Gene (z. B. ACTN3, PPARGC1A) und vor allem durch Trainingsvolumen, Ernährung und Erholung bestimmt. Ein Gentest allein ist nicht ausreichend, um Trainingsempfehlungen zu geben. MyBody-X kombiniert DNA mit anderen Biomarkern, aber für ADRB2 ist die Aussagekraft begrenzt. Vorsicht vor überzogenen Marketingversprechen: Kein einzelnes SNP bestimmt die sportliche Leistung.
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