Die Wechselwirkung zwischen Testosteron und Blutzucker ist endokrinologisch gut belegt: Ein chronisch erhöhter Blutzucker (z. B. bei Insulinresistenz) kann den Testosteronspiegel senken, während niedriges Testosteron die Insulinsensitivität verschlechtern kann. Bei Männern mit Typ-2-Diabetes oder metabolischem Syndrom findet sich häufig ein Hypogonadismus. Umgekehrt kann eine Testosterontherapie die Insulinsensitivität verbessern, aber auch das kardiovaskuläre Risiko beeinflussen. Wichtig ist, dass direkte-to-consumer-DNA-Tests wie MyBody-X keine Testosteron- oder Blutzuckermessung anbieten. Sie liefern allenfalls indirekte Hinweise über genetische Risikovarianten (z. B. TCF7L2 für Insulinresistenz), aber keine klinische Diagnostik. Die Überwachung von Testosteron und Blutzucker sollte über etablierte Labormarker (nüchtern Glucose, HbA1c, freies/bioverfügbares Testosteron) erfolgen. Eine alleinige DNA-basierte Aussage zu diesen Parametern ist derzeit nicht evidenzbasiert. Cave: Bei Verdacht auf Hormonstörungen oder Diabetes ist ärztliche Abklärung notwendig.
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