Die Rolle von MTHFR-Varianten für Fruchtbarkeit und Vitamin-D-Spiegel wird oft in Direct-to-Consumer-Tests beworben, die Evidenz ist jedoch moderat. Es gibt Beobachtungsstudien, die einen Zusammenhang zwischen bestimmten MTHFR-Polymorphismen (z. B. rs1801133) und niedrigeren Vitamin-D-Werten bei unfruchtbaren Frauen sowie männlicher Infertilität zeigen. Allerdings handelt es sich meist um Assoziationsstudien ohne starke kausale Belege. Die Effekte sind klein, und die klinische Relevanz ist unklar. Ein Vitamin-D-Mangel sollte besser durch einen Bluttest (25-OH-Vitamin D) bestätigt werden, nicht durch eine Genvariante allein. Für die Fruchtbarkeit spielen viele Faktoren eine Rolle; MTHFR ist nur ein Baustein. Die Evidenz ist als 'human-moderate' einzustufen. Caveat: Keine validierten klinischen Leitlinien zur Dosisanpassung basierend auf MTHFR. Verlassen Sie sich nicht auf Gentests allein, sondern konsultieren Sie bei konkreten Beschwerden einen Arzt.
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