Die Frage, ob Cortisolsenkung bei Fruchtbarkeit sinnvoll ist, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht direkt beantworten. Cortisol ist ein Stresshormon, und chronisch erhöhte Werte können über verschiedene Mechanismen (z. B. Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse) die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Allerdings gibt es keine validierten Gentests, die einen spezifischen Cortisol-bedingten Fertilitätsrisiko belegen. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch und aus Beobachtungsstudien abgeleitet. Direkte klinische Studien oder Leitlinien, die eine Cortisolsenkung zur Verbesserung der Fruchtbarkeit empfehlen, fehlen. Consumer-DNA-Tests, die solche Zusammenhänge versprechen, sind oft Marketing ohne ausreichende wissenschaftliche Basis. Eine gesunde Lebensweise mit Stressmanagement kann allgemein die Fruchtbarkeit fördern, aber eine gezielte Cortisolsenkung allein ist nicht als evidenzbasierte Maßnahme belegt.
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