Die direkte Rolle von HDL-Cholesterin für Fatigue (Müdigkeit/Erschöpfung) ist wissenschaftlich nicht klar belegt. HDL ist vor allem als ‚gutes‘ Cholesterin bekannt, das zur Entfernung von überschüssigem Cholesterin aus den Gefäßen beiträgt und so das kardiovaskuläre Risiko senkt. Ein niedriger HDL-Spiegel wird mit metabolischem Syndrom, Entzündungen und Insulinresistenz in Verbindung gebracht – Zustände, die indirekt zu vermehrter Müdigkeit führen können. Allerdings gibt es keine robusten Studien, die einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen HDL und Fatigue belegen. Fatigue ist multifaktoriell (Schlaf, Stress, Ernährung, Hormone, psychische Faktoren). Ein HDL-Bluttest kann Teil einer allgemeinen Gesundheitsbewertung sein, aber eine gezielte HDL-Erhöhung (z. B. durch Sport oder Ernährung) ist kein belegtes Mittel gegen Fatigue. Consumer-DNA-Tests zu HDL sind nicht aussagekräftig, da HDL primär durch Lebensstil und nicht durch einzelne Genvarianten bestimmt wird. Evidenz: unklar.
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