Ein Cardio Risk Check (z. B. Lipidprofil, hs-CRP, Blutdruck) ist primär für die Beurteilung des kardiovaskulären Risikos konzipiert und nicht direkt für die Darmgesundheit. Die Darmgesundheit wird üblicherweise über Mikrobiom-Analysen, Stuhlmarker (Calprotectin, Zonulin) oder Entzündungsparameter beurteilt. Es gibt zwar Hinweise auf eine ‚Darm-Herz-Achse‘ – etwa dass bestimmte Darmbakterien TMAO produzieren, das Atherosklerose fördert –, aber ein Standard-Cardio-Check erfasst diese Faktoren nicht systematisch. Die Evidenz für einen direkten Nutzen eines Cardio-Risiko-Tests zur Beurteilung der Darmgesundheit ist daher schwach und basiert auf indirekten Zusammenhängen. Ohne spezifische Symptome oder Risikofaktoren ist ein solcher Test für die reine Darmgesundheit nicht sinnvoll. Bei bestehenden kardiovaskulären Risiken kann er jedoch indirekt relevant sein, da Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit systemischen Entzündungen einhergehen, die auch den Darm betreffen können. Die Aussagekraft bleibt jedoch begrenzt. Konsultieren Sie bei Darmbeschwerden besser einen Gastroenterologen.
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