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Evidenz-Check: Ferritin Eisenmangel im Kontext von longevity

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Evidenz-Check: Ferritin Eisenmangel im Kontext von longevity

Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen und ein wichtiger Biomarker für die Eisenversorgung. Ein niedriger Ferritinwert (<30 µg/L) weist auf einen Eisenmangel hin, der zu Anämie, Müdigkeit, kognitiven Einschränkungen und einer verminderten mitochondrialen Funktion führen kann – alles Faktoren, die die gesunde Lebensspanne (Healthspan) beeinträchtigen. Im Kontext von Longevity ist ein optimaler Eisenstatus entscheidend, da sowohl Eisenmangel als auch Eisenüberschuss (z. B. durch Hämochromatose) mit oxidativem Stress und beschleunigter Zellalterung in Verbindung gebracht werden. Die Evidenz für einen direkten kausalen Effekt von Ferritin auf die Lebensverlängerung ist jedoch moderat und basiert hauptsächlich auf Beobachtungsstudien und mechanistischen Daten. Randomisierte kontrollierte Studien zur Eisen-Supplementierung mit dem Endpunkt Longevity fehlen. Zudem kann Ferritin als Akute-Phase-Protein bei Entzündungen erhöht sein, was die Interpretation erschwert. Ein Ferritin-Test ist sinnvoll, um einen Mangel zu erkennen, sollte aber immer zusammen mit CRP, Transferrin-Sättigung und klinischen Symptomen bewertet werden. Für eine evidenzbasierte Longevity-Strategie ist ein ausgeglichener Eisenstatus wichtig, aber nicht allein entscheidend.

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