Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt ist, darunter Immunfunktion, antioxidative Abwehr und DNA-Synthese. Ein Zinkmangel kann tatsächlich Müdigkeit und Erschöpfung begünstigen. Allerdings ist die Evidenz für eine generelle Wirksamkeit von Zink bei Fatigue ohne nachgewiesenen Mangel schwach. Die meisten Studien zeigen nur bei Personen mit niedrigem Zinkstatus eine Verbesserung der Energie. Bei ausreichend versorgten Menschen bringt eine zusätzliche Supplementierung meist keinen messbaren Vorteil. Zudem kann eine langfristige Einnahme hoher Dosen (>40 mg/Tag) zu Kupfermangel und anderen Nebenwirkungen führen. Fatigue hat viele Ursachen – von Schlafmangel über Stress bis zu chronischen Erkrankungen. Bevor Sie Zink einnehmen, sollte ein Arzt die Ursache abklären und ggf. einen Bluttest auf Zinkmangel durchführen. Die Evidenzlage ist insgesamt als ‚unklar‘ einzustufen, da es keine robusten randomisierten Studien zur Fatigue bei gesunden Erwachsenen gibt. Mechanistisch ist ein Effekt plausibel, aber klinisch nicht belegt.
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