HLA-DQ2 ist ein genetischer Marker, der stark mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) assoziiert ist – einer Autoimmunerkrankung, nicht einer klassischen Allergie (IgE-vermittelt). Bei Verdacht auf Zöliakie kann der Test sinnvoll sein: Fehlt HLA-DQ2 (und DQ8), ist Zöliakie extrem unwahrscheinlich. Bei typischen Allergien (z. B. Pollen, Hausstaub) spielt HLA-DQ2 dagegen keine relevante Rolle. Die Evidenz für den Nutzen bei Allergien ist unzureichend; viele Direkt-zu-Konsumenten-Tests vermarkten HLA-DQ2 fälschlich als „Allergie-Gen“. Klinisch sollte man sich auf etablierte Allergietests (spezifisches IgE, Pricktest) stützen. Ein positiver HLA-DQ2-Befund allein beweist keine Glutenempfindlichkeit – etwa 30 % der Gesunden tragen das Gen. Die Aussagekraft ist daher begrenzt, und eine ärztliche Abklärung ist unerlässlich.
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