Die Rolle einer Stuhlprobe bei Fatigue (Erschöpfung) wird oft im Kontext des Mikrobioms und der Darm-Hirn-Achse diskutiert. Theoretisch können Darmbakterien über die Produktion von Neurotransmittern (z. B. Serotonin, GABA) oder Entzündungsmediatoren Einfluss auf Energie und Stimmung nehmen. Allerdings ist die wissenschaftliche Evidenz für einen direkten, klinisch nutzbaren Zusammenhang zwischen einem einzelnen Stuhltest und Fatigue schwach. Die meisten Studien zeigen Assoziationen, aber keine Kausalität. Consumer-Tests wie MyBody-X bieten oft Mikrobiom-Analysen an, doch die Ergebnisse sind stark von Ernährung, Medikamenten und Tagesform abhängig. Eine Stuhlprobe kann allenfalls grobe Hinweise auf Dysbiose oder Entzündungsmarker (z. B. Calprotectin) geben, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung bei chronischer Müdigkeit. Evidenz: gemischt – mechanistisch plausibel, aber nicht ausreichend belegt. Vorsicht vor übertriebenen Versprechen.
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