CRP (C-reaktives Protein) ist ein Akute-Phase-Protein, das in der Leber als Reaktion auf Entzündungen gebildet wird. Ein erhöhter CRP-Wert im Blut zeigt eine systemische Entzündungsreaktion an, ist aber nicht krankheitsspezifisch. Mögliche Ursachen sind akute Infektionen (bakteriell, viral), Autoimmunerkrankungen (rheumatoide Arthritis, Lupus), Gewebeschäden (Operationen, Traumata), chronisch-entzündliche Erkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) sowie maligne Tumoren. Auch Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Adipositas und körperliche Inaktivität können CRP moderat erhöhen. Die Höhe des CRP-Werts hilft bei der Differenzialdiagnose: stark erhöht (>100 mg/l) spricht für eine akute bakterielle Infektion, leicht bis mäßig erhöht (10–50 mg/l) für chronische Entzündungen. Wichtig: Ein einzelner erhöhter Wert ist nicht ausreichend für eine Diagnose; klinische Korrelation und Verlaufskontrollen sind nötig. Genetische Faktoren, etwa Varianten im IL6-Gen (rs1800795), können die basale Entzündungsneigung beeinflussen, aber der CRP-Wert wird durch viele Umwelt- und Lebensstilfaktoren moduliert. Die bereitgestellten Kontexte enthalten keine direkten Informationen zu CRP, daher basiert diese Antwort auf allgemeinem medizinischem Wissen.
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