Die Rolle eines Zöliakie-Tests bei Hautproblemen ist indirekt, aber klinisch relevant. Zöliakie kann sich mit Hautmanifestationen wie Dermatitis herpetiformis (Duhring-Krankheit) äußern, einer juckenden Bläschenerkrankung. Ein genetischer Test auf HLA-DQB1-Varianten (wie im Kontext erwähnt) kann das Risiko erhöhen, ist aber kein Diagnosebeweis – die meisten Träger entwickeln keine Zöliakie. Für die Hautdiagnostik sind spezifische Antikörpertests (tTG-IgA, Endomysium-Antikörper) und eine Dünndarmbiopsie der Goldstandard. DNA-Tests allein reichen nicht aus, um eine glutenfreie Diät zu rechtfertigen. Bei unklaren Hautausschlägen sollte ein Dermatologe konsultiert werden. Die Evidenz basiert auf Beobachtungsstudien und klinischer Praxis; randomisierte Studien fehlen. Caveat: Genetische Risikotests haben eine hohe Ausschlusskraft (negativer Vorhersagewert), aber eine geringe positive Vorhersagekraft. Daher ist der klinische Nutzen für die Hautdiagnostik begrenzt, es sei denn, es besteht ein begründeter Verdacht auf Zöliakie-assoziierte Dermatitis.
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