Die CLOCK-Genvariante (Circadian Locomotor Output Cycles Kaput) ist ein zentraler Regulator der inneren Uhr und beeinflusst damit Schlaf-Wach-Rhythmus, Hormonausschüttung und Stoffwechsel. Im Sportkontext wird ein Zusammenhang mit Trainingsleistung, Erholungsfähigkeit und Verletzungsrisiko diskutiert. Die Evidenzlage ist jedoch überwiegend mechanistisch und stammt aus Tierstudien oder kleinen Humanstudien mit widersprüchlichen Ergebnissen. Es gibt keine robusten randomisierten kontrollierten Studien (RCTs), die belegen, dass eine auf CLOCK-Genotypen basierende Trainings- oder Ernährungsstrategie die sportliche Leistung verbessert. Die Effekte einzelner SNPs sind zudem klein und werden durch Umweltfaktoren (Licht, Schlaf, Mahlzeiten) überlagert. Ein Gentest auf CLOCK kann daher derzeit keine evidenzbasierte Handlungsempfehlung für den Sport liefern. Die Aussagekraft solcher Tests ist marketinggetrieben und nicht klinisch validiert. Für Athleten sind etablierte Methoden wie Schlafhygiene, zirkadian angepasstes Training und individuelle Belastungssteuerung deutlich relevanter.
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