BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) wird hauptsächlich mit dem Nervensystem assoziiert, spielt aber auch in der Haut eine Rolle. Es reguliert die Keratinozytenproliferation, die Wundheilung und möglicherweise die Hautalterung. Mechanistische Studien deuten darauf hin, dass ein verringerter BDNF-Spiegel mit oxidativem Stress und verminderter Zellregeneration einhergeht, was die Hautalterung beschleunigen könnte. Allerdings ist die Evidenzlage beim Menschen noch schwach: Es gibt keine großen klinischen Studien, die einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen BDNF-Genetik und Hautalterung belegen. Die meisten Daten stammen aus In-vitro- oder Tiermodellen. Ein DNA-Test auf BDNF-Varianten (z. B. rs6265) kann daher keine verlässliche Aussage über das individuelle Hautalterungsrisiko liefern. Die Hautalterung ist multifaktoriell (UV, Lebensstil, Hormone, Ernährung). BDNF ist ein interessanter, aber noch nicht praxisreifer Biomarker für Anti-Aging-Strategien. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen.
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