Der Zusammenhang zwischen COMT-Varianten (z. B. rs4680, Val158Met) und Blutzucker ist indirekt und mechanistisch. COMT baut Katecholamine wie Adrenalin und Dopamin ab, die den Glukosestoffwechsel über Stressreaktionen beeinflussen können. Träger der langsamen Met-Variante haben möglicherweise eine erhöhte Stressanfälligkeit und leicht veränderte Nüchternblutzuckerwerte, jedoch sind die Effekte klein und in Studien inkonsistent. Direkte klinische Evidenz für eine personalisierte Blutzuckersteuerung allein durch COMT-Genotypen fehlt. Viele Consumer-DNA-Tests listen COMT zwar auf, aber die Interpretation für Blutzucker ist spekulativ. Wichtiger sind etablierte Faktoren wie Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement. Ein COMT-Befund sollte nicht als alleinige Grundlage für Diät- oder Supplemententscheidungen dienen. Evidenz: mechanistisch, keine validierten klinischen Marker.
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