Ein Zöliakie-Test (Bluttest auf Gewebetransglutaminase-Antikörper, tTG-IgA) ist bei Sporttreibenden nur dann sinnvoll, wenn Symptome wie chronische Müdigkeit, unerklärliche Leistungseinbrüche, Blähungen, Durchfall oder Eisenmangel vorliegen. Ohne solche Hinweise ist ein Screening nicht empfohlen, da die Prävalenz der Zöliakie in der Allgemeinbevölkerung bei etwa 1 % liegt. Ein positiver Antikörpertest sollte immer durch eine Dünndarmbiopsie bestätigt werden. Genetische Tests auf HLA-DQ2/DQ8 können Zöliakie zwar ausschließen, aber nicht diagnostizieren. Bei Sportlern, die eine glutenfreie Diät ausprobieren, ohne vorher getestet zu sein, besteht die Gefahr von Nährstoffmängeln (z. B. B-Vitamine, Eisen) und unnötigen Einschränkungen. Die Evidenz für eine Leistungssteigerung durch glutenfreie Ernährung bei Nicht-Zöliakie-Patienten ist schwach. Fazit: Ein Zöliakie-Test ist bei Sport nur bei klinischem Verdacht sinnvoll, nicht als Routinemaßnahme.
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