Transferrin ist ein Eisentransportprotein im Blut. Seine Konzentration wird oft im Rahmen des Eisenstoffwechsels bestimmt. Ein Zusammenhang mit Schlaf ist indirekt: Chronisch schlechter Schlaf kann über Entzündungsprozesse (z. B. erhöhtes IL‑6) die Eisenregulation beeinflussen, was sich auf Transferrin auswirken könnte. Umgekehrt kann eine Eisenmangelanämie (niedriges Ferritin, hohes Transferrin) zu Müdigkeit und Schlafstörungen führen. Die Evidenz für eine direkte, klinisch relevante Verbindung zwischen Transferrin und Schlafqualität ist jedoch schwach und basiert meist auf Beobachtungsstudien. Bei auffälligen Transferrinwerten sollte immer die gesamte Eisenstatus (Ferritin, Transferrinsättigung, Hämoglobin) ärztlich abgeklärt werden. Eine alleinige Interpretation ohne klinischen Kontext ist nicht sinnvoll. Schlafhygiene und ausreichende Eisenzufuhr (bei Bedarf) können unterstützend wirken, aber ein Gentest oder Biomarker allein ersetzt keine medizinische Diagnose.
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